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Freiheit ist nicht selbstverständlich

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Am vergangenen Mittwoch begrüßten die stellvertretende Landesvorsitzende der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU (OMV) in Rheinland-Pfalz Marion Hartmann und der Vorsitzender der Jungen Union Worms Marco Schreiber Barbara Große im Restaurant „Stolpereck“. In geselliger Runde berichtete Barbara Große als Zeitzeugin über ihr Leben in der DDR-Diktatur.

Am vergangenen Mittwoch begrüßten die stellvertretende Landesvorsitzende der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU (OMV) in Rheinland-Pfalz Marion Hartmann und der Vorsitzender der Jungen Union Worms Marco Schreiber Barbara Große im Restaurant „Stolpereck“. In geselliger Runde berichtete Barbara Große als Zeitzeugin über ihr Leben in der DDR-Diktatur.

Barbara Große berichtete in interessanten und heute unglaublich erscheinenden Anekdoten über ihre Jugend in der DDR. So wuchs beispielsweise in einem Elternhaus auf, in dem zu den Feiertagen nicht die Flagge der DDR gehisst wurde. Die Eltern besaßen keine und wollten auch keine besitzen. Auch deshalb mag es ihr etwa trotz guter Noten verweigert worden sein die gymnasiale Oberstufe zu besuchen und ihr Abitur abzulegen. Sie selbst hinterfragte immer wieder das System der DDR und vor allem das Handeln ihrer Vertreter in Politik und Verwaltung. Die Aussage „Zeigt mir die Vorschrift, dass ich das nicht tun darf“ begleitete durch ihr gesamtes Leben in der DDR.

Sie stellte gemeinsam mit ihrem Mann mehrere Ausreiseanträge. Da sie das Ziel der Ausreise in die Freiheit der Bundesrepublik Deutschland hartnäckig verfolgte, wurde sie 1983 zu zweieinhalb Jahren Haft verurteil. Sie wurde schließlich durch die Bundesrepublik Deutschland freigekauft. Barbara Große wurde auch in der Bundesrepublik bis zum Ende der DDR durch die Stasi überwacht. Ihre Akte umfasst über dreitausend Seiten. Besonders schockiert hat Barbara Große die Tatsache, dass sie in der Freiheit der Bundesrepublik auf der „Eliminationsliste“ der Stasi stand. Der Mauerfall war somit ein doppelter Glücksfall für sie. Den Bürgerinnen und Bürgern der DDR schenkte er die Freiheit und Barbara Große womöglich das Leben, bevor sie den Mördern der Stasi ins Visier geriet. Heute lebt die gebürtige Leipzigerin in Mainz und berichtet als Zeitzeugin in Schulen der Region.

Marco Schreiber und Marion Hartmann freuten sich über ein bunt gemischtes Publikum, von der Schülerin bis zum Rentner und von geborenen Wormsern bis zur Spätheimkehrerin. „Was Babara Große uns heute berichtet hat, zeigt, dass die Freiheit, in der wir heute leben, nicht selbstverständlich ist. In Zeiten des internationalen Terrorismus und vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Unterbringung und Integration vieler Flüchtlinge, muss uns dies stets bewusst sein. Wir tragen Verantwortung für die, die in der Freiheit der Bundesrepublik Deutschland Schutz vor Terror und Verfolgung jeglicher Art suchen“, so die stellvertretende Landesvorsitzende der OMV und Wormser Stadträtin Marion Hartmann. „Das Unrechtsregime der DDR darf nicht vergessen werden und muss auch den nachfolgenden Generationen in den Schulen vermittelt werden. Nur so können wir sicherstellen, dass keine Diktaturen mehr auf deutschem Boden entstehen. Hierbei dürfen die demokratischen Parteien weder auf dem rechten, noch auf dem linken Auge blind sein“, ergänzte Marco Schreiber.

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